Wissenschaftliche Forschung im Schlaf unterstützen

Folding@home 3D Visualisierung

Ihr wollt wichtige wissenschaftliche Forschung sinnvoll unterstützen, ohne dass ihr euch besonders ins Zeug legen müsst?

Das funktioniert tatsächlich.
Und zwar, indem ihr Forscherteams einen Teil eurer Rechenpower zur Verfügung stellt. Sei es vom PC/Laptop oder eurem Smartphone. Das ganze nennt sich Volunteer-Computing.

Aktiv tun müsst ihr außer einer Installation nichts.

Dabei werden große, komplexe Aufgaben in kleine Häppchen verpackt und diese auf euren Geräten gelöst. Das Ergebnis wird anschließend an die Forscher zurück gesendet, wo alles wieder zusammengesetzt wird.
Ein bisschen könnt ihr euch das so vorstellen, als ob ihr in der Schule sehr umfangreiche Mathe-Hausaufgaben bekommt. Anstatt dass ihr bis abends selbst an allen Aufgaben sitzt, tut ihr euch in einer Gruppe zusammen und jeder macht nur eine Teilaufgabe.

Kaum überraschend beschäftigen sich gerade viele Projekte mit der Bekämpfung von COVID-19.
Ansonsten unterstützen die Projekte häufig (das ist zumindest meine Beobachtung) Krebs- und Alzheimer Forschung.

Wenn man die Programme startet und nicht weiter konfiguriert, werden die Themen automatisch priorisiert und abgearbeitet.
Ihr könnt aber auch ganz gezielt Themen unterstützten, die euch am Herzen liegen.

Folding@Home

Das bekannteste und wahrscheinlich älteste Projekt dieser Art ist Folding@Home und ist als Desktop-Anwendung für Windows, Mac und Linux verfügbar. Beeindruckend:

Folding@Home erreichte am 13. April 2020 während der Covid-19-Pandemie eine kombinierte Rechenleistung, die schneller als die 500 schnellsten Supercomputer der Welt zusammengenommen war, und übertraf damit den zu diesem Zeitpunkt schnellsten Supercomputer um das 15-Fache.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Folding@home

Bei Folding@Home kann man sich auch zu Teams zusammenschließen und Punkte für seine Beitrag sammeln. Als kleiner Gamification-Ansatz.

DreamLab

Ein ähnliches Projekt gibt es auch für euer Smartphone, namens DreamLab.
Das Grundprinzip ist dabei das selbe wie bei Folding@Home.

Ihr braucht nichts weiteres tun, als die App zu installieren, euer Smartphone ans Stromkabel zu hängen und die App zu starten.

Verfügbar ist das ganze für Apple und Android Geräte.

Pro-Tipp

Der einzige „Nachteil“ für euch wäre eine höhere Stromrechnung.
Man könnte sich ja überlegen, das ganze im Büro nebenher laufen zu lassen ?

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